Goodbye Deutschland, welcome Australien!

Juzi & Co. gehen Down Under

 
10Sept
2013

Job, Job, Job...

Wer hätte gedacht, dass man heutzutage seinen Job auf der Straße finden kann; genauer gesagt an einer Bushaltestelle. Auf dem Weg vom Couchsurfinghaus zum Strand hatte ich mich doch tatsächlich verlaufen. Und diesmal konnte mir Google Maps leider nicht weiterhelfen, denn mein Handyakku war leer. Da niemand weit und breit zu sehen war, den ich hätte nach dem Weg fragen können, beschloss ich mich an die nächste Bushaltestelle zu stellen und möglichst hilflos auszusehen.

Es dauerte keine 5 Minuten, da hielt auch schon das 1. Auto an: am Steuer saß ein 65- jähriger Herr, der so freundlich war und mich nach einer angeregten Konversation über Deutschland zurück zum Haus fuhr. Natürlich war er zufälligerweise der Geschäftsführer einer Arbeitsvermittlung :D und hatte direkt am folgenden Tag einen Job für mich. Ich durfte sein Haus reinigen, schließlich war ich ja eine professionelle Reinigungskraft. Ich hatte mich noch schnell mal über die verschiedenen Putzmethoden wie z.B. das Inselsaugen oder das 8ter- Wischen im Internet belesen (man muss sich ja vorbereiten^^) und dann konnte es auch schon losgehen! Das erste Mal in meinem Leben schnallte ich mir also einen Staubsauger auf den Rücken und fegte für 1 ½ h durch die Wohnung :O.

Da die Familie ziemlich zufrieden mit meiner Putzleistung war, durfte ich dann 3 Tage später zum Hemdenbügeln antreten. Dabei kam dann folgendes raus:

 Meine Anmerkung: Es sei jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, den nächsterreichbaren Spiegel aufzusuchen und zu lächeln, half dem Herrn über sein zerstörtes Hemd hinweg (es war auch nur sein 2. Lieblingshemd/ die Bezahlung war trotzdem sehr gut^^) :).

Auf Grund der Tatsache, dass ich mein Couchsurfinghaus wieder verlassen musste nach 2 Wochen, da sich schon die nächsten Couchsurfer ankündigt hatten, zog ich kurzentschlossen in das Haus der Familie mit dem alten Herrn und bewohne somit nun umsonst ein eigenes Zimmer mit eigenem Bad in einem Resort mit Pool.

In den letzten Tagen war ich bereits mit einigen Freunden bei Speedway von Broome, war auf der legendären Bootparty, aß das erste Mal in meinem Leben Muscheln und hab die Krokodile im Krokodilpark besucht. Wie ihr sehen könnt, hab ich das eine Gefährliche dann gleich mal gebändigt :D.

Weil mein neues Zuhause sich nahe am Cable Beach befindet, gehe ich jetzt täglich am Strand joggen (meine neuen Joggingschuhe machen es möglich) und halte mein Gehirn mit Gehirnjogging auf angemessenem Niveau.

Nach weiteren Tagen der Jobsuche, einigen Gesprächen mit Restaurant- und Barmanagern, einem spannenden Arbeitstag in einem Restaurant als Aushilfe (ich habe in 2 ½ h immerhin 50 $ verdient) musste ich dann doch einsehen, dass die Hochsaison hier zu Ende ist und keine Arbeitskräfte mehr gebraucht werden.

Was wir bisher gelernt haben:

  • Überdurchschnittlich viele Australier besitzen Tattoos (warum auch immer?!)
09August
2013

Surfen auf der Couch

Da ich bisher nicht arbeite, ist es nur von Vorteil wenn man seine Lebenshaltungskosten auf einem möglichst niedrigen Niveau halten kann. Darum habe ich mein 9 m² kleines Hostelzimmer nun gegen ein 220 m² großes Haus ausgetauscht in dem ich jetzt kostenfrei lebe. Couchsurfing macht`s möglich :). Für diejenigen, die davon noch nichts gehört haben, kommt hier die Definition: man findet im Internet eine Person bei der man, aus reiner Gastfreundschaft versteht sich, kostenfrei übernachten kann.

Bei erstmaliger Inventur meines Klamottenvorrates im Rucksack stellte sich heraus, dass sich dieser übermäßig minimiert hatte. Im chaotischen Hostelzimmer zurückgelassen habe ich: 1 Paar Schuhe, 1 Oberteil, 1 Hose  & 2 Paar Socken (die Sachen waren einfach nicht mehr auffindbar). „Nichts als Verluste!“ höre ich meinen Opa jetzt sagen.

Ich lebe hier mit 5 weiteren Mitbewohnern. Der Kühlschrank ist immer halbvoll und nicht halbleer. Voll mit Bier & einigen weiteren Spirituosen & mit Fleisch. X-Box, Place Station, Wii  & ein ferngesteuerter Helikopter sind auch vorhanden. Sicherlich der Traum eines jeden Mannes. Als Schlafgemach dient mir die blaue Stoffcouch. Besser kann man es einfach nicht haben. Der einzige Dorn im Auge ist mir Hausbewohner Nr. 5, welcher im Garten lebt & von dem ich am 2.Tag einfach mal ins Bein gebissen wurde :O.

Wir waren hier bereits gemeinsam fischen & haben uns gestern den „Starway to the moon“ (durch die Reflexion des Mondlichtes entsteht auf dem Meeresboden die optische Wirkung einer Treppe zum Mond) angeschaut.

Am Gantheaume Point konnten wir bei Ebbe 120 Mio. Jahre alte versteinerte Fußabdrücke von Dinosaurien sehen.

Während ich es mir hier gutgehenlasse, befinden sich meine gedruckten Lebensläufe & alle meine wichtigen Unterlagen (wie z.B. Impfpass & Bankunterlagen) in dem Auto von Chris, welches sich mittlerweile auf dem Weg südlich nach Port Hedland befindet. Typisch!

Was wir bisher gelernt haben:

  • Bei der Barzahlung wird in Australien der Betrag auf-bzw. abgerundet, da es keine 1 und 2 Cent Stücke gibt (Bsp. 5,02 $ wird zu 5,00 $)
  • Ebbe und Flut sind hier ziemlich stark ausgeprägt
  • Die folgende Behauptung: „ Auf der Südhalbkugel (also in Australien) dreht sich der Badewannenstrudel andersrum als auf der Nordhalbkugel“ ist falsch! Denn: die sog. Corioliskraft (eine Trägheitskraft) wirkt sich auf der Erde zwar auf Strudel aus, jedoch übertrifft die Wirkung aller zufälligen Bewegungen/Beschaffenheit des Abflusses, die der Corioliskraft um mehrere Größenordnungen. Um diese Kraft zu bemerken, müsste man die Badewanne um das 500-fache vergrößern. => Wer Fragen dazu hat, ruft bitte beim ehemaligen Physiklehrer an!

  

02August
2013

Sonne, Strand & Meer

Täglich 30-33 ° C und Sonnenschein. An einem schöneren Ort hätten wir nicht aussteigen können. Da wir keine Lust mehr auf unseren Fahrer und den unzuverlässigen Wagen hatten, beschlossen wir kurzerhand in Broome, einer Kleinstadt mit ca. 12000 Einwohnern, die Beiden zu verlassen.              Wir checkten ins nächsterreichbare Hostel ein und freuten uns wie kleine Kinder über ein Bett und eine warme Dusche nach unserem ereignisreichen Roadtrip. 

Da Katharina nach Sydney musste und Theresa nach Adelaide, verließen leider die Mädels in den nächsten Tagen das Hostel wieder. Für mich hieß es nun erst mal die Innenstadt zu erkunden. Naja-das war schneller getan als gedacht. Das Stadtzentrum von Broome gleicht nämlich einem typischen Kauflandshoppingcenter in Deutschland ( 1 Fleischer/ 1 MC Donalds / 1 Drogerie / 1 Café/ 1 Lebensmittelmarkt usw.). Seine Shoppingsucht hier auszuleben, ist somit nur begrenzt möglich-das wiederum spart aber eben auch Unmengen an Geld.

Nach 2 wöchigem Relaxen am traumhaften Cable Beach Strand und den mehrmals wöchentlich stattfindenden „Partyabenden“ (ich hab mittlerweile das Gefühl ich kenne hier 90 % der Bevölkerung) wollte ich mich dann wirklich mal auf Jobsuche begeben, um dem herausforderungslosen Leben als Arbeitslose den Rücken zu kehren.

Dinge, die bei der Jobsuche in Australien hilfreich sein können, aber nicht müssen!

  • Kauf eines Blazers (70 $- nicht zwingend erforderlich, trägt aber definitiv zum Wohlfühlen bei)
  • Friseurbesuch (195 $ - das war der günstigste, den ich finden konnte)
  • Onlinekurs RSA-Responsible service of Alcohol (60$-notwendig um in Australien im Restaurant/Bar arbeiten zu können)
  • Anzeige in Onlinejobbörse setzen mit folgender Überschrift: „Experienced Cleaner is looking for a job!“ (Ja ihr habt richtig gelesen. Ich habe wirklich schon viele Erfahrungen im Reinigungsbereich. Hab schließlich in Deutschland meinen eigenen Haushalt geführt :D)
  • Mit einem Halbitaliener/Halbfranzosen namens Chris in diversen Jobagenturen/Shops/Kino/Restaurants/Hotels Lebensläufe verteilen (ähm…man sollte doch lieber alleine losgehen)
  • Immer schön lächeln & so tun als könnte man fließend Englisch sprechen
  • Betonen man wolle mindestens 5-6 Monate an dem Ort bleiben
  • Hartnäckig bleiben - täglich erneut beim potenziellen Arbeitgeber telefonisch anfragen oder persönlich erscheinen bis dieser sich geschlagen gibt
  • Möglichst die richtigen Leute kennenlernen & zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein

Überhaupt poliert hier scheinbar jeder seinen Lebenslauf einfach auf. Da wird aus einem gelernten Bürokaufmann namens Glenn mal schnell ein Student im Bereich Hotelmanagement mit 6 jähriger Berufserfahrung im Bereich Gastronomie-/Bar- und Hotelwesen.

Und dann eines Tages passierte es: Ich bekam eine SMS. Das Schicksal meinte es gut mit mir. Ich sollte tatsächlich den ersten Job an Land ziehen. Nun ja- zu früh gefreut. Leider war es eine Mutter aus Perth (2229 km entfernt), die mir schrieb sie suche einen Ganztagsbabysitter (ich hatte nämlich in Perth handgebastelte Flyer verteilt).

Was wir bisher gelernt haben                                                   

  • Man sieht sich immer 2 mal im Leben oder 3 mal oder 4 mal => ich habe einige Leute, die ich in anderen Städten kennengelernt hatte, jetzt schon mehrmals durch Zufall wiedergetroffen
  • Tipp gegen schlechte Laune - Geh zum nächstgelegenen Spiegel & lächel dich für 60 sec. selbst an => Du wirst dich gleich viel glücklicher fühlen! (beim Vorhandensein von Botox in der Mundregion fällt der Effekt natürlich etwas eingeschränkt aus) Townbeach                      
17Juli
2013

No risk, no fun!

Warum sollte man auch genügend Benzin mitnehmen, wenn man mitten in der Pampa in Australien unterwegs ist?! Go Emma, go!

Wer wegen Emma jetzt Schweißausbrüche bekommen sollte und ein ungutes Gefühl in der Magengegend verspürt, den kann ich beruhigen: Es handelt sich hierbei lediglich um unseren weißen Mitsubishi, welchen ich vor ein paar Tagen liebevoll so getauft hatte. Die Tanknadel stand bereits unter der 0 Liter Markierung. 500 m noch und dann standen wir auch schon. Bis zur nächsten Tankstelle waren es noch 25 km. Hinzu kam, dass die Straßen in Australien nicht wirklich stark befahren sind und ich schon seit 35 h keinen Empfang mehr hatte. Wir waren auf dem Weg zum Karijini National Park, steckten fest und der einzige Kommentar unseres geistreichen Fahrers war: „Wir können den Wagen ja schieben!“ Ja na klar! In 4h wären wir dann sicher schon auf halber Strecke. Weit und breit keine Menschenseele. Aber gut, dass wir noch genügend Nutella an Bord hatten. Für 10 Brote würde es sicher noch reichen. Der Thailänder begann schließlich tatsächlich den Wagen zu schieben. Mit einer rasenden Geschwindigkeit (selbst die lahmsten Schnecken hätten uns überholen können) näherten wir uns der Tankstelle. Dann der erste Lichtblick: nach einem vorbeifahrenden Auto, hielt 40 min später ein Ehepaar und schenkte uns ein paar Tropfen deren wertvollen Benzins. Welches leider nicht lange hielt, denn nach etwa 5 km standen wir dann wieder. Zum Schluss hatten wir aber doch noch Glück. Das nächste Auto fuhr mich und die 1,70 m große Köchin Katharina zur Tankstelle, wo wir einen Benzinkanister füllten und dann wieder zurück zum Auto gefahren wurden. Vielen Dank nochmal dafür!

Nach einer stürmischen Nacht im Zelt erreichten wir dann schließlich den Karijini National Park. Und wie sollte es auch anders sein (Autopanne Nr. 7: platter Hinterreifen, Zeitverlust: 20 min, Reifenwechsel). Nachdem wir ein wenig durch den Park fuhren (wir konnten es nicht glauben), war der gleiche Reifen schon wieder platt. Aber ab jetzt musste man einfach nur noch positiv denken! Also machten wir Deutschen, die 25 jährige Katharina, die 22 jährige Linkshänderin Theresa und ich mich auf den Weg zum 2 stündigen Spiderwalk. Unser Fahrer hatte also genug Zeit um uns ein fahrbares Gerät zu beschaffen.

Der Spiderwalk hielt wirklich was er versprach. Ich stürzte fast von der Klippe, rutschte 3 mal aus und fiel schließlich ins Wasser. Das Gute war: ich hatte meinen Bikini bereits an! Das Schlechte aber: meine Systemkamera hing mir um den Hals gebunden und freute sich sichtlich über das Wasser. Als wir nach dem Walk erschöpft das Auto sahen, hatten wir plötzlich wieder ein neues Ersatzrad und ein neues Hinterrad. Wo die Räder herkamen, wissen wir bis heute nicht :O.

Was wir bisher gelernt haben:

  • Wenn du eine klitschnasse Kamera wieder zum Funktionieren bringen willst, packe sie in eine Schüssel voller Reis! Es funktioniert ;)

 

16Juli
2013

Kühlwasser bitte!

Wenn man so in der Wildnis unterwegs ist, dann werden ein Bett und warmes Wasser schnell zu Luxusgütern. Von Perth ging es für uns zunächst in die Pinnacles Desert mit einem vorherigen Stopp in Lancelin bei den Sanddünen (Autopanne Nr. 1: Wir haben uns im Sand festgefahren; Zeitverlust: 1 h, intensives ausbuddeln).

Wir fuhren am 8 Miles Beach und der Stadt Geraldton vorbei bis wir schließlich Kalbarri erreichten. Dort bestaunten wir den 1000 km² großen Nationalpark, sahen fantastische Schluchten und zerklüftete Klippen, wie z.B. „The Loop“: einen natürlichen Felsbogen und den „Red Bluff“: einen zerklüfteten Küstenfelsen.

Am Shell Beach: ein Strand bestehend aus winzigen Herzmuscheln, 50 km von der Stadt Hamelin entfernt, gönnten wir uns dann eine kurze Auszeit. In Monkey Mia fütterten wir Delphine und reisten dann weiter nach Hamelin zu den ersten Bakterien, die aus Kohlenstoffdioxid Sauerstoff produziert hatten und somit unser Leben ermöglichten. Wow :D. Da der 24 jährige Brite namens Jack seine Routenpläne änderte, verließ er uns leider zu diesem Zeitpunkt.

Wir wurden nass von den „Blow Holes“ und entspannten am Coral Bay oder versuchten es zumindestens. Leider wurden wir dann nachts von einem bösen Ranger auf unsanfte Weise mit einem flackernden Scheinwerfer geweckt. Wir schliefen nämlich in dieser Nacht in den Autos was dort leider nicht erlaubt war und mussten uns dann mindestens 10 km vom Ort entfernen. Naja hätte aber schlimmer kommen können^^ Dann passierte es wieder (Autopanne Nr. 2-3: Überhitzung des Motors im 15 min Abstand, Zeitverlust: 20 min, Wasser zuführen).

Am 6. Tag unserer Tour erreichten wir Exmouth und schnorchelten im Cape Range Nationalpark. An diesem Ort vergrößerte sich unsere Gruppe wieder, denn wir holten noch eine Britin und einen Iren ab und machten gleich mal ein neues Gruppenfoto :).

Leider begann von diesem Moment an auch das eigentliche Autodrama. Unser Zweitwagen, welchen Katharina bisher immer tapfer steuerte war scheinbar überhitzt. Wir mussten alle 50 m Kühlwasser nachgießen und irgendwann gab es dann einen lauten Knall und es qualmte (Autopanne Nr. 4-6: Überhitzung des Motors, zerschnittener Wasserschlauch, Zeitverlust: 5 h, stundenlanges Warten & nachfüllen) Da die Britin und der Ire nicht erst in mehreren Tagen an Ihrem Ziel ankommen wollten, stiegen Sie kurzerhand wieder aus und fuhren per Anhalter zurück nach Exmouth. Zu diesem Zeitpunkt hielten mich persönlich auch nur noch die leckeren Cornflakes bei Laune.

Was wir bisher gelernt haben:

  • Sobald dein Auto „knallt“,  fahre lieber nicht mehr weiter! => wir haben es tatsächlich dort stehen lassen und sind nun nur noch mit einem Auto unterwegs
  • In Australien kann man seine Nummernschilder komplett frei wählen! => z.B. 2EGGS oder POPDJ ist keine Seltenheit :)

10Juli
2013

Eine Reise die ist lustig...

Falls sich einige fragen, warum ich nicht mehr erreichbar bin in letzter Zeit, dann liegt das an dem Wort NIRGENDWO.

Ich befinde mich mittlerweile auf einem Roadtrip. Und diesmal habe ich tatsächlich ein Ziel vor Augen: Wir wollen die Westküste bereisen von Perth nach Darwin. Für diese Herausforderung hat sich das WIR mal schnell gewandelt. Da Susi immernoch am arbeiten ist in ihrer Bäckerei in Perth und erstmal Geld ansparen will und ich noch keinen Job gefunden habe (hab aber auch nicht gesucht :D), bin ich spontan im Internet auf eine Mitfahrgelegenheit nach Darwin gestoßen mit einem Thailänder, einem Briten und 2 weiteren deutschen Mädels. Ab jetzt heißt es 3 Wochen auf Make Up und Spiegel verzichten! Das letzte Mal gecampt hab ich vor etwa 10 Jahren in einem Vorgarten für eine Nacht. Aber ich denke das wird mir mal gut tun. Paul hat sich inzwischen übrigens ein Auto gekauft und fährt ebenso die Westküste entlang mit den Hamburgern um einen Job zu finden.

Bilder und Details folgen in Kürze, sobald wir das Funkloch verlassen haben :) !

03Juli
2013

Let's rock the house

Deutsche. Überall wo man geht und steht findet man sie. Dabei wollte ich doch mein Englisch verbessern, aber was solls. Wir haben 2 sympathische Hamburger kennengelernt: Arne & Daniel. Beide sind gelernte Chefköche :D, die es nun vorziehen Management in Australien zu studieren. Im Hostel gibt es übrigens überdurchschnittlich viele Köche. Das gute ist: Je mehr man betont, dass man nicht kochen kann, desto mehr Kochproben bekommt man vorgesetzt :).

Heute wollten wir dann mal das Nachtleben von Australien erkunden. Also ging es los in den nächstgelegenen Club. Die Atmosphäre dort war ziemlich vergleichbar mit Deutschland, außer dass die Preise einfach doppelt so teuer und die Klamotten hier noch kürzer waren :O. Auch wird man bevor man den Club betreten kann mit einer Kamera abgescannt. Nachdem wir den ersten Club unsicher gemacht und dann im nächsten Club Eintritt bezahlt hatten, mussten wir uns leider wieder verdrücken, denn Daniel hat wohl sein Gesicht in der Kamera so verzogen, dass der Türsteher meinte, er sei zu betrunken und darf nicht rein^^  Naja „shit happens“. Auf Wunsch der Hamburger gingen wir danach dann ins Casino, wo die Männer doch tatsächlich 500 $ bei Black Jack verzockten. Das ganze hatte enorm viel Suchtpotenzial. Ich hingegen hab eine Runde Roulette gespielt, auf Rot gesetzt und aus geschenkten 5 $ 10 $ gemacht. Insgesamt ein günstiger Abend für mich :).

29Juni
2013

Achtung! Links halten!

Wir haben uns für 2 Tage ein Auto gemietet. Ein Auto? Nein! Für Paul war es mehr als das: einen Holden Commodore, 3l V6 Motor, 252 PS, die Sportversion. Ein Gefährt bei dem er alles um sich rum zu vergessen schien. Für diejenigen, die es nicht wissen: In Australien herrscht Linksverkehr. Dementsprechend befindet sich das Lenkrad in den Autos auch auf der rechten Seite. Die Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften liegt hier bei 110 km/h. Außerdem sind die Bußgelder für Geschwindigkeitsübertretungen im Vergleich zu Deutschland deutlich höher. 15km/h zu schnell zu fahren, kostet dementsprechend ca. 79 $ und einen Punkt, 15-30 km/h 238 $ und 3 Punkte, 31-45 km/h 609 $ und 4 Punkte sowie 1 Monat Führerscheinentzug.

Alles nicht so einfach mit diesem Fahrer. Nach einigen Ermahnungen von uns, er solle doch bitte auf die linke Fahrbahn wechseln, da wir noch nicht beabsichtigten bereits in unserem zarten Alter zu sterben und einem kräftigen Schlag auf seinen Hinterkopf, gewöhnte er sich dann doch an die australischen Verkehrsregeln.

Unser erster gemeinsamer Ausflug hatte also begonnen. Von Perth ging es östlich ins 340 km entfernte Hyden zum Wave Rock. Nach 4 ½ h und einigen zerlegten Kängurus am Straßenrand später, erreichten wir den Berg. Berg war der falsche Ausdruck. Genauer gesagt ein Granitgestein, welches sich durch Erosion und Witterung zu einem Wellengebilde entwickelt hatte. Es soll 2,7 Mrd. Jahre alt, 15m hoch & 110 m lang sein. Auf jeden Fall ein gigantischer Anblick.

Angrenzend besichtigten wir dann noch den „Wildlife Park“, wobei der Name „Wild“ in keinster Weise passte. Der Park glich eher einer verwahrlosten Baustelle, auf der auf engstem Raum nebeneinander in winzigen Käfigen teilweise kranke Tiere gehalten wurden. Insgesamt sehr traurig.

Was wir bisher gelernt haben:

  • Es ist nicht alles Geld was glänzt! Mir haben sie tatsächlich Falschgeld angedreht (zum Glück nur 5$) :O
25Juni
2013

Einmal Tiefenentspannung zum Mitnehmen bitte!

„Breathing. Feel your breathe. Beautiful. Good job. Breathing.“ Janes Stimme klang in meinem Ohr, wie eine laue Sommerbrise. Dabei hatten wir tiefsten Winter. Es war 07:15 Uhr am Morgen. Um diese Uhrzeit schlafe ich für gewöhnlich noch tief und fest. Aber an diesem Tag war etwas anders. Clemens hatte Geburtstag und somit gingen er, Ralf und ich auf seinen Wunsch zum morgendlichen Yoga-Kurs zum Strand. Während Paul und Susi noch friedlich schliefen, brachte Jane, die Yogalehrerin, unseren Körper in Wallung.

Paul hat sich in den letzten Tagen eine Angel zugelegt, damit wir in Krisenzeiten noch was zu essen haben. Der Herr hat bis jetzt aber leider keinen Fisch gefangen, zu mindestens keinen essbaren. Aber das kann ja noch kommen :)! Susi arbeitet jetzt in einer deutsch-französischen Bäckerei und bringt uns immer kostenfreies Brot und Muffins mit :D. Genau das richtige für mich. Verhungern werden wir also erstmal nicht.

Ich war bereits im Kings Park in Perth. Von dort hat man eine wunderschöne Aussicht auf den Swan River und die Skyline von Perth.

Im Hostel werde ich übrigens ständig von den anderen Hostelbewohnern mit „Susan“ angesprochen. Da sieht man mal, wie aufmerksam die Männer heutzutage noch sind. Angeblich sehen wir genau gleich aus. Klar, Susi und ich haben beide blonde Haare, mehr aber auch nicht! Trotzdem werden wir ständig gefragt ob wir Zwillinge sind. Ein Wunder, dass sie Paul bisher nicht für unseren Bruder gehalten haben :).

Was wir bisher gelernt haben:

  • Wenn man die Küche im Hostel putzt bekommt man eine Nacht umsonst (dieser Job ist sehr begehrt & leider schon für die nächsten 2 Wochen ausgebucht :D)
  • Nicht so weit im Meer rausschwimmen! Zurzeit ist Haialarm (hab zum Glück noch keinen gesichtet)
  • Im Supermarkt an der Kasse werden die Einkäufe von den Kassierern direkt in Plastetragetüten verpackt (nach Lebensmitteln sortiert! D.h. alle Kekse in eine Tüte, Fleischartikel in eine Tüte usw.  => da kann man dann schon mal locker 10 min zusätzlich warten, aber die Australier haben ja Zeit :D)

 

24Juni
2013

First Steps

Unser Hostel liegt direkt am Indischen Ozean. 200 Schritte trennen uns vom weißen Sandstrand.

 

Nachdem die Frau von der Rezeption uns unser Zimmer, sowie die großzügige Gemeinschaftsküche gezeigt hatte (dort konnte man sogar vom Boden essen-man fand immer etwas), machten wir auch schon die ersten Bekanntschaften mit den übrigen Hostelgästen. Die freundliche Begrüßung mit den Worten „fresh meat“ als wir den Gemeinschaftsraum betraten, sagte eigentlich alles. Neben ein paar Franzosen, vielen Engländern, Iren, Neuseeländern und Italienern lernten wir auch gleich„ ein Paar“ Deutsche kennen namens Ralf & Clemens. Sie gingen tatsächlich als schwules Pärchen durch, teilten sich regelmäßig Familienfahrkarten, schliefen in einem Zimmer, telefonierten wenn sie sich mal nicht sahen und nahmen gemeinsame Mahlzeiten zu sich.

Für die ersten zwei Wochen unserer Reise haben wir uns ein 3 Personenzimmer gemietet mit eigenem Badezimmer für 200$ pro Person pro Woche. Man gönnt sich ja sonst nichts xD.

Wir haben bereits die Innenstadt von Perth erkundet, waren in Frementle, haben eine Steuernummer beantragt und ein australisches Bankkonto eröffnet. Dem arbeiten steht also nichts mehr im Wege :).

Während sich Susi heute bereits auf Jobsuche begeben hatte, habe ich einen Strandtag eingelegt und ein bisschen am Strand geturnt. Vielleicht würde ich ja doch eine Stelle im Zirkus ergattern.

Was wir bisher gelernt haben:

Lektion 3: Sport ist doch kein Mord!- zu mindestens hier nicht, die Australier sind eindeutig sportverrückt! joggen, surfen, wandern, Rugby, Football

Lektion 4: Mädels packt eure Leggings aus! - ohne die geht bei den australischen Frauen gar nichts

Lektion 5: Kernöffnungszeiten der Geschäfte (selbst in Großstädten) von 9:00-max. 17:30 Uhr

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